AG CPC

Arbeitsgemeinschaft
Zervixpathologie und Kolposkopie e.V.

in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe

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Das Kolposkopiediplom - Allgemeine Informationen und Struktur der Prüfung zum Kolposkopiediplom

 

Infoblatt zum Kolposkopiediplom

 

Ziel der Kolposkopieausbildung ist der Erwerb des Kolposkopiediploms mittels Prüfung. 

Das Diplom ist für Deutschland und sich explizit für dieses Diplom interessierende Länder (z. Zeit Österreich & Schweiz) gültig. Es entspricht nicht einem Europäischen Kolposkopiediplom.

Die Prüfungsinhalte sind im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Kursleitertagungen mit den Leitern der Kolposkopiekurse in Deutschland, Österreich und der Schweiz abgestimmt und entsprechend bestätigt.

 

1. Allgemeine Informationen

  • Die Prüfung zum Kolposkopiediplom ist an den Nachweis der Teilnahme an je einem Basis- und Fortgeschrittenenkurs gebunden, wobei der Fortgeschrittenenkurs immer dem Basiskurs folgen muß. Zwischen der Teilnahme am Basiskurs und am Fortgeschrittenenkurs muss ein Abstand beider Kurse von mind. 6 Monaten liegen.
  • In Ausnahmefällen kann der Nachweis von 2 Fortgeschrittenenkursen für die Zulassung zur Prüfung ausreichend sein.
  • Weitere Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist die Mitgliedschaft in der AG CPC.
  • Der Erwerb des Kolposkopiediploms ist an den Facharzt für Gynäkologie & Geburtshilfe bzw. den Weiterbildungsassitenten für Gynäkologie & Geburtshilfe ab dem 2. Weiterbildungsjahr gebunden.
  • Prüfungen zum Kolposkopiediplom werden in der Regel zu Fortgeschrittenenkursen und zu den 2-jährlich stattfindenden Jahrestagungen der AG-CPC angeboten.
  • Grundsätzlich können Prüfungen auch außerhalb von Fortgeschrittenenkursen angeboten werden, z.B. zu Basiskurse oder auch als alleiniges Angebot. Hier gelten die Zulassungskriterien wie oben. Entsprechend kann zu einem Basiskurs keine Prüfungszulassung erfolgen, wenn der Fortgeschrittenenkurs vor dem Basiskurs lag.
  • Zur Prüfung muß ein Vertreter der Arbeitsgruppe für Kolposkopie der AGCPC anwesend sein.
  • Die Arbeitsgruppe für Kolposkopie der AGCPC ist für die Erarbeitung der Prüfungsunterlagen verantwortlich.

 

2. Struktur und Hinweise zum Ablauf der Prüfung

Eingehend ist ausdrücklichst darauf hinzuweisen, dass theoretische Kenntnisse allein in der Regel nicht für das Bestehen der Prüfung ausreichend sind. Es müssen/sollten fundierte praktische Erfahrungen vorliegen. Dies entspricht dem Sinn des Diploms, der Zeitraum von 6 Monaten zwischen Basiskurs und Fortgeschrittenenkurs (Prüfung) ist genau unter diesem Aspekt zu betrachten.

Die Prüfung erfolgt im Multiple Choice System und besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.

a) Theoretischer Fragenkomplex

Dieser beinhaltet 25 international allgemeingültige (z.B. zur kolposkopischen Nomenklatur) sowie 10 nationagültige Fragen (z.B. nationale Empfehlungen) Fragen.

Wichtig:

Alle Fragen bestehen aus einem Aufgabentyp der Einfachauswahl, d.h., von den Antwortmöglichkeiten ist eine einzige auszuwählen. Sollten 2 Antworten ausgewählt werden und die richtige ist darunter, so wird ½ Punkt vergeben. Sollten mehr als 2 Antworten ausgewählt werden, wird kein Punkt vergeben.
Als richtige Lösung wird die Wahl der Antwortalternative gewertet, die die Aufgabe bestmöglich beantwortet.

b) Praktischer Fragenkomplex

Dieser beinhaltet 2 praxisbezogene Themenkomplexe, welche sich auf kolposkopische Befunde (Foto, Video), Beurteilung und anschließendes Management beziehen. Auf Grund der Bedeutung praktischer Fähigkeiten, wird jeder vergebene Punkt doppelt bewertet. 

  • Im ersten praktischen Themenkomplex müssen kolposkopische Kriterien (z.B. Transformationszonentyp, Einstufung von Essigreaktionen, Punktierungen etc.) erkannt, in die kolposkopischen Befundgruppen (z.B. major change) eingeordnet und ein entsprechendes Management festgelegt werden.

    Wichtig:

    Im Prüfungsblatt wird pro Bild eine Antwortauswahl (grau hinterlegte Felder) angegeben. Bitte kreuzen Sie Ihren Entscheid entsprechend den hinterlegten Feldern an. Die eindeutige Zuordnung des ggf. höhergradigen Befundes wird bewertet (z.B. zarte oder grobe Punktierung, T1 oder T2). Nennung verschiedener Kriterien sind möglich. Sollten mehr als 2 falsche Kriterien im Fall angekreuzt werden, wird 1 Punkt abgezogen.

    Treffen Sie dann Ihre Entscheidung im Hinblick auf die kolposkopische Verdachtsdiagnose und die weiteren Maßnahmen. Übersehener V.a. Invasion und bei dieser nicht mind. major changes/Mikroinvasion bewertet, führt zum Nichtbestehen der Prüfung. 3 x V.a. Invasion angekreuzt und es ist keine, führt ebenfalls zum Nichtbestehen der Prüfung.

  • Im zweiten praktischen Themenkomplex werden zu einem Fall mehrere Fragen gestellt (z.B. Handelt es sich bei diesem befund um eine a) major change, b) minor change, c) ...), welche ebenfalls nach dem Multiple Choice System beantwortet werden müssen.

 

3. Bewertung der Prüfungsergebnisse

Theoretischer Fragenkomplex:   Teil 1: 25 Punkte, Teil 2: 10 Punkte
Praktischer Fragenkomplex    :   Teil 1: 88 Punkte, Teil 2: 74

Gesamt: 197 Punkte; 80% = 157,6 Punkte

BESTANDEN AB 158 PUNKTEN