AG CPC

Arbeitsgemeinschaft
Zervixpathologie und Kolposkopie e.V.

in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe

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Stellungnahme der AG-CPC zu den in zeitlichem Zusammenhang aufgetretenen Todesfällen nach einer HPV-Impfung

Wie inzwischen bekannt geworden ist, ist es im zeitlichen Zusammenhang mit der HPV-Impfung zu zwei Todesfällen bei jungen Frauen in Europa gekommen. Es betrifft eine junge Frau aus Deutschland und eine junge Frau aus Österreich.

BRD:1 7-jährige Frau, einen Tag nach der 2. Dosis (Gardasil®) leblos aufgefunden.
Obduktionsbefund: keine eindeutige Todesursache.
Chemisch-toxikologische Untersuchungen waren negativ.

Österreich: 19-jährige Frau, 3 Wochen nach erster Dosis (Gardasil®) leblos aufgefunden.
Obduktionsbefund: leichte Bronchitis, sonst kein richtungsweisender Befund.
Chemisch-toxikologische Untersuchungen waren negativ.

Nach Analyse des Obduktionsbefundes der 17 Jährigen Frau aus Deutschland, bewertet das Paul-Ehrlich-Institut diesen Fall als „Plötzlicher ungeklärter Tod“ (ICD R 96), da keine mögliche Ursache für den Tod der jungen Frau gefunden wurde.

Zitat Paul-Ehrlich-Institut: Unklare plötzliche Todesfälle sind sehr seltene Ereignisse, die mit unterschiedlicher Häufigkeit in jedem Lebensalter auftreten. Laut Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes gab es z.B. im Jahr 2006 in Deutschland in der Altersgruppe der 15- bis unter 20-Jährigen 58 Todesfälle mit unklarer Ursache (beide Geschlechter, ICD10-3 Codes R96, R98, R99, zur Auswahl der Codes siehe von Kries et al., Eur.J.Pediatr. 164, 61, 2005). Unter diesen Fällen waren 22 weibliche Personen, die Gesamtzahl weiblicher Personen in dieser Altersgruppe im gleichen Jahr betrug 2,32 Millionen. Wenn auch die Todesursachenstatistik wegen ihr innewohnender Unsicherheiten z.B. in der Verschlüsselung in diesem Fall nur begrenzt zu Untersuchungen von Häufigkeiten herangezogen werden kann, so sagt sie doch aus, dass derartige ungeklärte plötzliche Todesfälle auftreten (siehe auch Bowker et al. QJM 96, 269, 2003, URL: extern). Das heißt, dass bei Impfung eines großen Teils dieser Bevölkerungsgruppe auch rein zufällig mit derartigen Todesfällen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung gerechnet werden muss. extern Bericht über Verdachtsfälle einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung (Verdacht auf Impfkomplikation) nach IfSG (Die Meldeverpflichtung an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft bleibt unberührt): extern

Die Stellungnahme der EMEA (European Medicines Agency) zu den Todesfällen, kann unter folgendem Link eingesehen werden: extern

Die Todesfälle sind in der Pharmakovigilanz- Arbeitsgruppe und im Committee for Medicinal Products for Human Use der EMEA (CHMP) diskutiert worden. In einer Stellungnahme der EMEA vom 24. Januar 2008 wird festgehalten, dass das CHMP auf der Basis der derzeit verfügbaren Erkenntnisse eine Änderung der Produktinformation nicht für erforderlich hält: “On the basis of the currently available evidence, the EMEA's Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) is of the opinion that the benefits of Gardasil continue to outweigh its risks and that no changes to its product information are necessary.” Dieser Bewertung schließt sich das Bundesministerium für Gesundheit an.

(HPVImpfung_BMGBerichtzumglRisiken_190208.pdf)

Zervita-Stellungnahme. Todesfälle nach HPV-Impfung. Keine Hinweise auf ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung. Zwei Todesfälle nach HPV-Impfung sorgen derzeit für Diskussionsstoff: Eine 19-jährige Österreicherin war etwa drei Wochen, eine 17-jährige Deutsche einen Tag nach der Impfung verstorben. In beiden Fällen konnte die Todesursache bislang nicht festgestellt werden. Die Obduktionen erbrachten aber auch keinerlei Hinweise auf einen ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung. (ZERVITA)

Gemeinsame Stellungnahme der DGGG und des BVF
Gynäkologische Fachorganisationen empfehlen weiterhin HPV-Impfung

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe hat am 18. Februar 2008 persönlichen Kontakt mit dem Präsidenten des Paul-Ehrlich-Institutes in Langen aufgenommen, verantwortlich u.a. für Impfstoffe und Sera in Deutschland. Dabei wurde von Prof. Löwer festgehalten, dass die beiden tragischen Todesfällen im deutschsprachigen Raum, auch bei intensiver Untersuchung, einschließlich gerichtsmedizinischer Obduktion und biochemischer Diagnostik in keiner Weise in Zusammenhang mit der erfolgten HPV-Impfung stehen. Das Paul Ehrlich Institut (PEI) Langen, die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) London, als auch die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) Atlanta, empfehlen weiterhin uneingeschränkt die Durchführung der HPV-Impfung.

www.dggg.de
www.bvf.de

Nach eingehender Recherche, schließt sich die AG-CPC den Stellungnahmen an und empfiehlt weiterhin die HPV-Impfung.

Der Vorstand